DIE SPRACHE DER KUNST, IM ÖFFENTLICHEN RAUM VERFÜGBAR

DIE SPRACHE DER KUNST, IM ÖFFENTLICHEN RAUM VERFÜGBAR

von NEVIO COSTANZO

Visuelle Sprache ist eine spontane und unmittelbare Kommunikationsform: Sie ermöglicht es uns, Konzepte, Ideen, Darstellungen oder einfache Botschaften direkt zu vermitteln. Die Emoticons, die wir täglich verwenden, stellen eine moderne Form visueller Sprache dar – einfach und intuitiv. Anders als antike Bildschriften wie Hieroglyphen oder Keilschrift – komplexe Systeme, deren Entschlüsselung spezifisches Wissen erforderte – sind heute manche Bilder sofort verständlich, während andere noch ein Minimum an Interpretation benötigen, um vollständig erfasst zu werden.

Einige Räume in den Städten Gorizia und Nova Gorica – alle öffentlich, mit Ausnahme eines von einer Privatperson zur Verfügung gestellten Raums – wurden kürzlich umgestaltet und in ausdrucksstarke Räume verwandelt. Normalerweise anonyme Orte wie Asphalt oder eine einfache Mauer sind für Künstler aus verschiedenen Teilen Europas zu Freiluft-Leinwänden geworden.

Dank des Projekts ArtCycle GO lädt die Sprache der Kunst Bürger und Besucher dazu ein, innezuhalten und sich auf eine Art künstlerische Schatzsuche entlang einer 6 km langen Strecke zu begeben. Durch Farben und Formen vermitteln die Werke Ideen nachhaltiger Mobilität oder zumindest verwandter Konzepte und entwerfen die Vision einer lebenswerteren Stadt, die fußgänger- und fahrradfreundlich gestaltet ist.

Die Route, die es Besuchern ermöglicht, die Werke von Künstlern aus Frankreich, Deutschland, Polen, Slowenien, Italien und Spanien zu entdecken, hat keinen festgelegten Anfang und kein festgelegtes Ende. Um die Route jedoch bequemer zu gestalten und einem natürlichen Rhythmus von Haltestellen und Kreuzungen zu folgen, empfiehlt es sich, mit dem ersten Werk in der Nähe der Gemeinde Nova Gorica zu beginnen.

1. Antoine de Salaberry (in der Nähe der Kolonnade der Gemeinde N. Gorica in Richtung Bevkov trg)

Human Connections Človeške vezi: Faces and Connections to Connect People and Green Mobility.

2. Mattia Campo dall’Orto Macross (Fußgängerübergang zwischen Kidričeva ulica und Erjavčeva ulica)

Wie kommen wir dorthin? Kako priti tja? – Eine Einladung, nicht nur zu fragen, wohin wir gehen, sondern auch wie, zwischen einer nachhaltigen Zukunft und dem Klimarisiko.

3. Davide Boscarol Macross (entlang der Erjavčeva ulica, Seite mit geraden Zahlen)

Borderless Flow Tok brez meja: dynamische Graffiti, die dazu einladen, die Grenze zwischen Slowenien und Italien auf nachhaltige Weise zu überqueren.

4. Josephine Kaiser (entlang der Erjavčeva ulica, gerade Zahlenseite)

Love Story – Ljubezenska zgodba: eine Hommage an ArtCycle, ein Projekt, das das Fahrrad zurück in den Mittelpunkt des urbanen Lebens bringt.

5. Aleksander Politański (nach dem Bahnübergang)

Beleuchte dein Fahrrad – Osvetli moje kolo: Neonfarben für mehr Sichtbarkeit und Sicherheit beim Radfahren.

6. Murdo Ortiz (Rafut-Pass)

Turboprimitivo: Präkolumbianische Gründe, das Radfahren zu fördern und Autos und Umweltverschmutzung zu reduzieren.

7. Alessandro Giorgi (über G. Bombi)

Sogar die geteilte Kuh fährt mit dem Fahrrad: Natur und Menschheit vereint auf den Radwegen zwischen Italien und Slowenien.

8. Tomaž Milač (Via S. Pellico, Ecke Via GB Formica)

Perpetuum mobile: Türkis und Gelb als Symbole für Lebenskraft und unendliche Beweglichkeit.

9. Gregor Persolja Macross (via S. Pellico, gegenüber dem Kunstinstitut)

Die Erfindung des Rades – Izum kolesa: ein stilisiertes und geometrisches Fahrrad, eine Einladung, das Fahrrad als Fortbewegungsmittel zwischen Städten und Grenzen neu zu entdecken.

Nur eines der Werke, Perpetuum Mobile, wurde mit Erlaubnis des Eigentümers an einer Wand geschaffen; die anderen befinden sich am Boden und sind nur schwer zu fotografieren, außer von oben, mit Leitern oder Drohnen.

Aus diesem Grund präsentiere ich Ihnen einige Details und wünsche Ihnen viel Freude beim Entdecken!

Weitere Informationen: https://www.youtube.com/@KUDMANIFEST